Ausgabe 04/2015

Style und Funktion
ISPO lässt Branche hoffen

Spitzen-Umsätze?
Ausverkauft in Salzburg:
Tracht & Country

Industrie: Erfolgsfaktor System

Opus mauserte sich in den letzten Saisons zu einer Benchmark in der heimischen Handelslandschaft. Was hinter der erfolgreichen Systemkollektion steckt, weiß Österreich-Vertriebschefin Sylvia Linner. Jüngst machte Opus in Deutschland Schlagzeilen mit dem Launch seiner neuen DOB-Linie Someday. Mit Ende März wird die erste Kollektion in deutschen Showrooms gezeigt, Auslieferung im August. Someday ist preislich 40 % über Opus angesiedelt, soll die Lücke zum Premiumsegment schließen und setzt ebenfalls auf einen Stilmix aus feminin und cool. Opus-Geschäftsführer Stefan Leewe nennt dieses Segment: Casual Confident. In Österreich wird der Ball in Sachen Someday noch flach gehalten: Sylvia Linner, verantwortlich für den Österreichvertrieb, rechnet erst in ein bis zwei Jahren mit einem Start der neuen Linie in der Alpenrepublik. »Wir lancieren Someday noch nicht, da wir noch ausreichend Entwicklungspotential bei Opus sehen«.


Messe: Rekordverdächtig

Gewohnt gut war die Stimmung zur Internationalen Sportartikelmesse ISPO vom 5. bis 8.2. in München. Emotionen sind die DNA einer Branche, die sich über Wettkampf und Naturimpressionen definiert. Anders als in der Sportarena zählen in der Industrie nicht nur Geschwindigkeit und regelgerechtes Verhalten, sondern auch Innovation. Ständige Weiterentwicklungen sind das schlagende Argument in einem Wettbewerb, den es nicht nur gegen andere Marken zu bestehen gilt, sondern auch gegen die Eigenmarken der Verbände und großen Händler. Die Bedeutung der Innovation ist u.a. an der großen Menge an Awards abzulesen, welche die Messe vergibt. Nicht zuletzt sollen diese dem eiligen Besucher schnelle Orientierung bieten. Schneesport ist nach wie vor zentrales Thema. Daran können auch die spät einsetzenden und milden Winter nichts ändern. Freeride liegt im Trend. Das bedeutet nicht, dass jeder das Abenteuer abseits der Pisten sucht, aber viele möchten so aussehen als ob.


Tracht: You can leave your hat on

Der Trachtenhandel geht mit Bedacht in die neue Saison.Volle Lager sind dazu angetan, Orderlimits kritisch zu überdenken. Große Hoffnung liegt auf den Accessoires: Die Beisteller rund um Dirndl und Co. wachsen ungebrochen. Die Themen für die Saison Herbst/Winter 2015/16, das ließ sich schon beim traditionellen Trachtenopening im Jänner in Salzburg erkennen, sind mehr als gesetzt: dezent geschmückte Dirndl in gedeckten Farben, darüber grobe, tonige Strickjacken, schmale Röcke zu Bustier-Oberteilen, leichte Daunenjacken zu Knickerbockers. Und bei den Herren: schmale, bestickte Lederhosen, elegante Janker, zünftiger Links-links-Strick und jede Menge Outdoor-Loden.


Stoffe: Move on!

Die Stoffe zur Saison Frühjahr/Sommer 2016 sind das textile Manifest einer neuen Zeit. Ethnische Errungenschaften festigen sich. Die Mode wird fließender. Farbe bleibt. Und mit Pragmatismus trotzt man den Krisen. »Es macht endlich wieder Spaß zu mustern.« Solche Aussagen wie die von Maria Hebel, Chefdesignerin bei Atelier Gardeur in Mönchengladbach (D), sprechen für sich. Viele Designer atmen angesichts des Silhouettenwandels auf, der sich bis in den Hosenbereich zieht.