Ausgabe 01/2016

Neustart bei Palmers: Marc Wieser im TZ-Gespräch
Young Spirit: Wäsche 2016/17
HAKA 2016/17: Toller Typ!

Handel: Modehandel 2015 – Kampf um jeden Kunden

Das turbulente Jahr 2015 ist zu Ende und die Zeichen stehen auf Neuanfang: Wie dieser aussieht, versuchte die TZ im Gespräch mit heimischen Modehändlern herauszufinden. Mit dem Ohrwurm »Ham kummst« der zwei Niederösterreich Seiler & Speer steht heimische Musik wieder ganz hoch oben im Kurs. Blickt man aber auf das Jahr 2015, so wird klar, dass es für den österreichischen Modehandel tatsächlich »a schware Partie« war: Terroranschläge in Paris, Griechenland-Krise, Flüchtlingsströme, prominente Pleiten à la Zielpunkt und Wetterextreme drückten die allgemeine Konsumlaune. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass sich die Modehändler des Landes trotz aller Turbulenzen ihren Optimismus bewahrt haben und voller Tatendrang ins neue Jahr 2016 starten. Interview: Palmers – Neustart für den grünen Riesen Palmers ist nach zwölf Jahren wieder österreichisch.  Die MTM Textilhandel GmbH hat zusammen mit einer Investorengruppe um Gernot Friedhuber die Palmers Textil AG übernommen. Mit der TZ sprach Neovrostand Marc Wieser über die Versäumnisse der Vergangenheit und darüber, wie das Unternehmen wieder an die Spitze kommen soll.  


HAKA: Crossover

In der Männermode verwischen Grenzen. Schubladisieren und Kästchendenken – à la Formal versus Casual – sind vorbei. Es geht vielmehr um Stilwelten, um Statement-Pieces und um typgerechte Lieblingsstücke. Ende November titelte die Tageszeitung OÖN: »Mode ist zum Wegwerf-Artikel verkommen«. Justament in einer Ausgabe, wo lokale Fashion-Händler zu ihren Erwartungen ans Weihnachtsgeschäft befragt wurden und ein erster Sale-Prospekt eines Modefilialisten beilag. Anlass zum Bericht war eine repräsentative Greenpeace-Umfrage in Deutschland. Die Erhebung, bei der mehr als 1.000 Menschen Antworten gaben, zeigte folgendes Bild: Frauen besitzen im Durchschnitt 118, Männer 73 Bekleidungsstücke (ohne Unterwäsche und Strümpfe/Socken). 40 % der Teile im Kleiderschrank werden »sehr selten« bis »nie« getragen. Knapp zwei Drittel (64 %) sortieren Gewand aus, weil es ihnen nicht mehr gefällt. 83 % der Befragten haben noch nie Bekleidung getauscht, über die Hälfte noch nie welche verkauft. Was die Greenpeace-Expertin, Bloggerin und Sachbuchautorin Kirsten Brodde zum Resümee verleitete, dass »Mode oft in den Mist wandert, entsorgt wie Einweggeschirr«.


Wäsche: Young Spirit

Junge – und jung gebliebene – Kundinnen werden im Herbst/Winter 2016/17 ihre wahre Freude an den neuen Wäschekollektionen haben. Ein Augenzwinkern, ein unschuldiger Farbton oder auch ein frecher Druck: Durch die Wäsche weht in der nächsten Herbst/Winter-Saison ein kräftiger, jugendlicher Wind. Das äußert sich nicht nur in den vorherrschenden oft lieblichen Farben, die auf den ersten Blick untypisch für eine Wintersaison erscheinen – und vielleicht gerade dadurch für frische Impulse sorgen -, sondern auch in den neuen Lieblingsschnittformen der Designteams sowie den Dekorationen. Selbstverständlich werden nicht nur junge Mädchen in den neuen Kollektionen fündig werden. Denn dank geschickter Kombinationen und Abstufungen bei den verschiedenen Farben, Formen und auch Motiven wirken die neuen Kreationen durchaus erwachsen. Denn die neuen Trends haben nichts mit falsch verstandenem Jugendwahn zu tun, sondern sind vielmehr Ausdruck einer alterslosen Jugendlichkeit, eines kleinen Augenzwinkerns im Styling, das sich selber nicht immer todernst nehmen muss.