Peter Hofer hat das Traditionsunternehmen Gloriette zu 100 % an die Salzburger Rudigier und Partner Management- und Beteiligungs GmbH verkauft. »Der einzige Beweggrund, warum ich das Unternehmen hergegeben habe, ist, dass ich auf Dauer nicht zwei Betriebe im Tagesgeschäft führen kann«, sagt der Ex-Eigentümer gegenüber der TZ.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Im Portfolio von Rudigier und Partner befinden sich schon bisher der Premium-Küchenhersteller RWK, die Inhabergesellschaft der Jette-(Joop)-Lizenz für Kinderwagen und Babyausstattung, Arzberg-Porzellan sowie – seit 2010 – der italienische Jacken- und Mantelspezialist Mabrun. Dr. Siegmund Rudigier über seine Pläne mit dem 1886 gegründeten Hemden- und Blusenhersteller Gloriette mit Firmensitz im burgenländischen Stegersbach: »Vollkommene Kontinuität ist angesagt. Aber natürlich wollen wir unsere Expertise einbringen und Synergien zwischen Mabrun und Gloriette nutzen. Der Schritt der nächsten Jahre soll sein, ein gutes Produkt moderner, besser und intensiver zu verkaufen.« Die Stoßrichtung heißt Internationalisierung, sowohl was den Wholesale als auch den eigenen Retail betrifft.
Rudigier übernimmt selbst die Geschäftsführung, ansonsten setzt er auch personell auf Kontinuität: "Wir werden mit dem bewährten, bestehenden Führungsteam Weiss/Kottas/Ludwig konzentriert weiterarbeiten. Zusätzliche Team-Mitglieder kommen je nach Projekt aus unser Gruppe dazu", präzisiert Rudigier.
Peter Hofer hatte Gloriette 2004 von Palmers übernommen und damals Synergien mit seinem Stammbetrieb, dem Kostümverleih und Film- und Theaterausstatter Lambert Hofer als Beweggrund angeführt. Das Unternehmen mit Sitz in Wien/Simmering ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer bei Filmausstattungen. Künftig möchte Hofer im Unternehmen, das heuer 150jährigen Bestand feiert, den Abendmodensektor ausbauen. Laut eigenen Angaben hat Peter Hofer den Umsatz von Gloriette seit der Übernahme von 9 Mio. auf über 11 Mio. € gesteigert.