Die Gerry Weber AG erwartet nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende Oktober) einen Umsatz von 702,7 Mio. € – nach 621,9 Mio. € im Jahr davor. Das entspricht einem Wachstum um 13 %. Das operative Ergebnis EBIT steigt um überproportionale 19,6 % auf 99,6 Mio. €. Die EBIT-Marge liegt somit bei 14,2 %.
Damit habe man die »ausgegebenen Ziele einmal mehr eindrucksvoll bestätigt«, verlautet das Unternehmen selbstbewusst.
Wichtiger Wachstumstreiber war abermals der Retail-Bereich: Mit einem Umsatzplus von 25,1 % wurde in diesem Bereich bereits ein Umsatz von 217,2 Mio. € erzielt. Für dieses Wachstum ist nicht nur die Eröffnung von weiteren 64 in Eigenregie geführten Houses of Gerry Weber verantwortlich: Auch auf bestehender Fläche wurde ein Umsatzwachstum von 7,7 % erzielt.
Für das neue Geschäftsjahr ist die Prognose etwas verhaltener: Anvisiert wird ein Umsatzsprung auf 775 Mio. €, was einem Plus von »nur« 10,3 % entsprechen würde. Die EBIT-Marge soll auf 14,8 % steigen, außerdem sollen rund 80 neue Houses of Gerry Weber eröffnet werden – jeweils rund die Hälfte in Deutschland sowie in den Auslandsmärkten. Von den 40 neuen Auslands-Geschäften entfällt ein bedeutender Teil auf Österreich: Alleine aufgrund der Don-Gil-Übernahme wurden schon im Dezember hierzulande 12 neue Gerry-Weber-Geschäfte aus dem Boden gestampft, weitere werden derzeit umgerüstet. Geplant ist auch die Erhöhung der Anzahl der Shop-in-Shops um 200 auf rund 2.500.