Seit drei Jahren ist Mammut Mitglied der FWF (Fair Wear Foundation), einer Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die weltweiten Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten der Textilindustrie zu verbessern. Der Outdoor-Hersteller verbucht zwar jetzt schon Erfolge, gibt sich aber noch lange nicht zufrieden.
Das Label Mammut gilt als einer der Vorreiter in Sachen sozialer Verantwortung in der Outdoor-Welt, nicht zuletzt weil es sich verpflichtet hat, den strengen Forderungen der FWF gerecht zu werden. Konkret verlangt die 1999 gegründete Organisation acht soziale Mindeststandards: keine Zwangsarbeit, keine Diskriminierung, keine Kinderarbeit, Versammlungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen, Existenzlohn statt Mindestlohn, keine exzessiven Überstunden, sichere und nicht gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen sowie rechtlich bindende Arbeitsverträge. Derzeit kontrolliert FWF rund 70 Firmen aus aller Welt und seit dem 1. Oktober 2008 auch die Schweizer Traditionsmarke Mammut. Sie alle verschrieben sich dem sogenannten Code of Conduct, dem Kontrollsystem der FWF, das sich auf drei Pfeiler stützt: Betriebskontrollen in den Zulieferfabriken, Management System Audits in den Mitgliedsunternehmen und ein unabhängiges, jederzeit erreichbares Beschwerdesystem für die Arbeiter. Neben der Befragung der Arbeiter werden auch die Arbeitssicherheit sowie die Lohn- und Arbeitszeitdokumente überprüft.
In den drei Jahren der Mitgliedschaft konnte Mammut bereits vieles verbessern und schnitt bei den jährlichen Kontrollen immer mit sehr gut ab. Trotz allem ruht sich das Unternehmen keineswegs auf dem Erfolg aus: »Ökologische und soziale Unternehmensverantwortung ist keine Aufgabe, die für uns ein Jahr auf dem Aktionsplan steht, weil es gerade en vogue ist«, bekräftigt Adrian Huber, Leiter Markenentwicklung bei Mammut. »Sie ist vielmehr eine Reise, die in eine definierte Richtung geht, aber kein Ende hat.«
Die nächsten Ziele für 2011 sind bereits gesetzt: Die Reduzierung der Überstunden sowie die Anhebung des Lohnniveaus sollen die nächsten Erfolge dieser endlosen Reise sein.