Die Labelux-Gruppe der deutschen Milliardärsfamilie Reimann hat nur wenige Wochen nach der Übernahme der Schuhmarke Jimmy Choo einen weiteren prominenten Zukauf getätigt. Mit dem Kauf der italo-britischen Marke Belstaff kommt Labelux dem Ziel, ein gewichtiger Player im internationalen Luxusgeschäft zu werden, einen weiteren großen Schritt näher.
Die Labelux Group GmbH, bis vor wenigen Wochen in Wien ansässig, hat ihren Sitz zuletzt nach Caslano in der italienischen Schweiz (gleichzeitig Sitz der Konzernbeteiligung Bally) verlegt.
Das vor allem für seine Motorrad-Jacken bekannte Unternehmen Belstaff stand seit dem Verkauf durch die britische James Halstead Group im Jahr 2004 im Besitz des damals als Chefdesigner und von da an auch als Geschäftsführer tätigen Franco Malenotti, der sich nun aus dem Unternehmen zurückzieht. Als neuer Geschäftsführer wurde Harry Slatkin, Gründer des amerikanische Raumduftherstellers Slatkin & Co., gewonnen. Tommy Hilfiger soll als Berater fungieren und in den Aufsichtsrat einziehen. Labelux hat für die Übernahme ein eigenes Tochterunternehmen gegründet, an dem sich auch Hilfiger und Slatkin beteiligt haben.
2010 erzielte Belstaff einen Umsatz von 73 Mio. € (+ 6,6 %), für die nächsten Jahre ist eine deutliche Expansion und Sortimentsausweitung geplant. Der Umsatz soll sich bis 2015 verfünffachen, Belstaff zu einer der weltweit führenden Lifestyle-Marken werden.
Seit Gründung der Labelux-Gruppe durch eine der fünf reichsten Familien Deutschlands im Jahr 2007 wurden u. a. die Schweizer Schuhmarke Bally, das US-Designerlabel Derek Lam und der italienische Accessoires-Anbieter Zagliani übernommen.