Huber gründet Stoff-Tochter
02.05.2011
(c) Arula

Die Vorarlberger Huber Holding entlässt ihre Sparte Stoffproduktion und Veredelung in die Selbstständigkeit: Mit der Arula GmbH entsteht eine eigenständige Firma, die sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich unabhängig agiert. Durch diesen Schritt erwarten sich die Verantwortlichen einen deutlichen Ausbau der Marktposition.

»Bis jetzt war dieser Bereich ein Teil von Huber Tricot. Mit Arula entsteht ein wirtschaftlich und rechtlich unabhängiges Unternehmen innerhalb der Holding. Dieser eigenständige Auftritt stärkt unsere Position am Markt und ermöglicht ein weiteres Wachstum«, so Arula-Geschäftsführer Werner Erhart. 2010 erwirtschaftete die nun ausgegliederte Sparte einen Umsatz von rund 18 Millionen Euro. Damit konnte sich der Bereich im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um mehr als 20 Prozent steigern. »Den Großteil unseres Umsatzes erzielten wir 2010 mit dem Stoffverkauf. Ein hohes Potenzial für die Zukunft hat auch die Lohnveredelung«, erklärt Werner Erhart. Die Arula GmbH beschäftigt 110 Mitarbeiter/innen. »Umstrukturierungen bedeuten sehr oft einen Abbau von Beschäftigten. Mit der Gründung von Arula sichern wir jedoch die bisherigen Arbeitsplätze. Alle Mitarbeiter/innen behalten natürlich auch ihre Ansprüche«, unterstreicht Werner Erhart.

Die Huber Holding hat ihren Sitz in Götzis, die neu geschaffene Arula GmbH produziert weiterhin am Standort Mäder, der seit 1968 zur traditionsreichen Huber-Firmengruppe gehört. »In dieser Niederlassung produzierten wir seit der Eröffnung Stoffe für die hauseigenen Marken Hanro, Skiny und Huber. Erst vor acht Jahren begannen wir die hergestellten Stoffe auch an andere Kunden zu liefern. Parallel dazu intensivierten wir unsere Aktivitäten bei der Lohnveredelung. Mittlerweile kommen unsere Abnehmer aus ganz Mitteleuropa«, erklärt Arula-Verkaufsleiter Werner Kirchmann. Neben der Vollstufigen Stoffproduktion (Stricken, Färben, Ausrüsten) sind hauseigene Innovationen ein wichtiges Merkmal von Arula. »Beispielsweise können wir mit unserem ‚BrightTex’-Verfahren Stoffe so veredeln, dass sie danach eine edle, seidige Optik aufweisen. Die selbst entwickelte SmoothSkin- und Tencel-Ausrüstung beherrschen nur wenige Produzenten in Europa. Beim Stoffverkauf arbeiten wir sehr eng mit unseren Kunden zusammen – nur so lassen sich maßgeschneiderte Kundenlösungen erzielen«, führt Kirchmann aus. Die Kunden von Arula kommen nicht nur aus der Bekleidungsbranche, sondern auch aus anderen Industriebereichen, die hauptsächlich mit technischen Textilien beliefert werden. Die Exportquote von Arula liegt bei über 40 Prozent.