Der Vorarlberger Leg- und Bodywear-Konzern Wolford hat das Geschäftsjahr 2009/10 (per 30. 4.) mit einem Gewinn von 2,6 Mio. € abgeschlossen – »trotz einer in der Unternehmensgeschichte noch nie da gewesenen Wirtschaftskrise«, wie Vorstandschef Holger Dahmen betont. 2008/09 war noch mit einem Verlust von 1,2 Mio. € zu Ende gegangen.
»Wir haben die schwierigen Rahmenbedingungen früh erkannt und gegengesteuert«, so Dahmen, der als konkrete Maßnahmen Reduktionen bei Lagerstand und Forderungen sowie ein Programm zur Effizienzsteigerung nennt. Dadurch sei der Umsatz pro Mitarbeiter um 9 % angewachsen.
Das erfreuliche Ergebnis ist aber auch dem positiven Umsatztrend im Jahresverlauf zu verdanken: Während Wolford in den ersten beiden Quartalen noch um 14,4 % bzw. 8 % hinter dem Vorjahreszeitraum lag, wurden in den Folgequartalen bereits Umsatzsteigerungen um 5,7 % bzw. 8,7 % erzielt. Unterm Strich betrug der Umatz 144 Mio. € – um 2,2 % weniger als im vorhergehenden Geschäftsjahr. Dabei wird immer noch mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Legwear erzielt. Auf Bodies und Oberbekleidung entfällt ein Drittel, für 9 % der Erlöse ist der Bereich Lingerie verantwortlich.
Prognose für das im Mai neu begonnene Geschäftsjahr wollte der Vorstandschef noch keine wagen. Aufgrund des positiven Trends wird jedoch in jedem Fall mit einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung gerechnet. Bei den Produktneuheiten weist Dahmen besonders auf formende Strumpfhosen, »die Problemstellen glätten sollen«, hin.
Die positiven Erwartungen zeigen sich auch in einer Personalaufstockung: Wurde der Personalstand in den letzten Jahren an allen Wolford-Standorten deutlich zurückgefahren, werden derzeit am Konzernsitz in Bregenz 40 neue Mitarbeiter aufgenommen. Auch die Anfang des Jahres in Betrieb genommene Näherei in Slowenien soll noch heuer von derzeit 100 auf 170 Mitarbeiter aufgestockt werden.