Deutsche Hersteller kündigen Preiserhöhungen an
12.07.2010
(c) McNeal

Die deutschen Modeunternehmen kündigen höhere Preise an. Als Begründung wird auf umfangreiche Kostensteigerungen hingewiesen.

»Kostensteigerungen unter anderem bei Baumwolle und Chemiefasern, gestiegene Fertigungslöhne in den wichtigsten Produktionsländern in Fernost, gestiegene Frachtraten, die Abwertung des Yuan und gleichzeitig ein gegenüber dem Euro erstarkter Dollar« verteuern nach Angaben des Verbandes GermanFashion die Beschaffung. »Daher gehen wir davon aus, dass Preiserhöhungen, vermutlich mindestens im höheren einstelligen Bereich, nicht mehr zu vermeiden sind«, erklärt Thomas Rasch, Geschäftsführer von GermanFashion.
Zugleich sieht sich die deutsche Bekleidungsindustrie im Aufwind. Bei einer Befragung der Mitgliedsunternehmen beurteilten 85 % die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr mit »sehr gut« bis »befriedigend«, berichtet der Herstellerverband. Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes konnten ihren Gesamtumsatz in den Sparten DOB, HAKA und Berufsbekleidung im ersten Halbjahr um rund 3 % steigern. Für das Gesamtjahr gehen die befragten Unternehmen von einem Umsatzplus von 5 % aus. Im Vorjahr machte die Branche laut GermanFashion einen geschätzten Gesamtumsatz von 12 Mrd. €.