Kaufkraft auf Rekordniveau
16.06.2010

Im Jahr 2009 belief sich das Kaufkraftvolumen der österreichischen Bevölkerung auf rund 135 Mrd. €. Im Vergleich zum Vorjahr kam es damit zu einer nominellen Steigerung von 4,6 %.

Aufgrund der geringen Inflation von nur 0,5 % lag das reale Wachstum der Kaufkraft bei 4,1 %. Das ergibt eine Auswertung der KMU Forschung Austria.
Berücksichtigt man das Bevölkerungswachstum (+ 0,4 %), erhöhte sich die Kaufkraft je Einwohner nominell um 4,1 % auf rund 16.200 € pro Kopf. Am stärksten stiegen dabei die Einkommen im Bereich der Pensionen, am schwächsten die Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten.
Im Bundesländervergleich liegt Wien mit einer Kaufkraft je Einwohner von durchschnittlich rund 17.200 € weiterhin an der Spitze, gefolgt von Niederösterreich. Unter den Top 10 Bezirken Österreichs sind neben Mödling und Wien Umgebung ausschließlich Wiener Bezirke vertreten. In der Länder-Hitparade folgen Salzburg und Vorarlberg. Den fünften Platz nimmt Oberösterreich ein. Burgenland und Steiermark liegen an sechster bzw. siebter Stelle; Kärnten und Tirol sind mit jeweils 15.400 € die Schlusslichter. Das höchste Wachstum erzielte die Steiermark mit einem Plus von rund 700 € je Einwohner, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Österreichweit weisen die Bezirke Lienz, Zwettl und Schärding die geringste Kaufkraft je Einwohner auf. Im 5-Jahres-Vergleich zeigt sich, dass die Kaufkraftunterschiede zwischen den Bundesländern seit 2004 geringer geworden sind.