Esprit bleibt schwach
28.04.2010

Der lange Jahre erfolgsverwöhnte deutsch-chinesische Bekleidungskonzern Esprit verliert weiter an Boden. In den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres (Juli 2009 bis März 2010) sind die Umsätze um weitere 1,8 % gesunken.

In lokalen Währungen – also ohne Wechselkursschwankungen zwischen der Konzernwährung Hong Kong Dollar (HKD) und Euro bzw. US-Dollar – machte der Rückgang sogar 5,5 % aus. In absoluten Zahlen betrugen die Erlöse 26,7 Mrd. Hongkong-Dollar (rund 2,5 Mrd.  €).

Besonders am Hauptmarkt Europa, wo Esprit immer noch 84 % seiner Umsätze erzielt, sind die Probleme gewaltig: Um gleich 6,6 % gingen die Erlöse hier zurück. Nach Vertriebskanälen schnitt der Retailsektor am besten am. In absoluten Zahlen wurde in den europäischen Esprit-Stores um 5 % mehr umgesetzt als im Jahr davor – flächenbereinigt bleibt aber auch hier ein Minus von 1,6 % übrig. Die Entwicklung im Wholesale ist dramatisch: Um gleich 15,4 % sanken die Umsätze in diesem Sektor.

Bereits im letzten Geschäftsjahr (per 31. 6.) war Esprit zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt mit sinkenden Umsätzen (- 7,4 %) konfrontiert worden.