Die Modemarke Esprit hat im Halbjahr Juli bis Dezember 2009 in Österreich 2,5 % ihres Umsatzes verloren. Der Wholesale-Umsatz brach sogar um 14,7 % auf 35,4 Mio. € ein. War die Zahl der Franchise-Stores am 30. Juni noch bei 109 gelegen, betrug sie mit Jahresende nur noch 89.
Eigene Store-Eröffnungen konnten diesen Absturz nicht mehr auffangen. Der mit den 13 in Eigenregie betriebenen Stores erzielte (Außen-)Umsatz befindet sich mit 39,5 Mio. € um 12 % über dem Niveau der Vorjahresperiode. Im Zeitraum Jänner bis Juni 2009 gab es fünf große Store-Eröffnungen bzw. –Erweiterungen, in der zweiten Jahreshälfte kam noch eine Filiale hinzu.
International gab der Gruppenumsatz um 3,1 % auf 18,5 Mrd. Hongkong-Dollar (HKD; rund 1,66 Mrd. €) nach, der Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 % auf 2,71 Mrd. HKD (243 Mio. €) zurück.
Der mit eigenen Geschäften erzielte Retail-Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 % gestiegen, expansionsbereinigt bedeutet auch das ein kleines Minus von 1,2 %. Der Wholesale-Bereich, in dem Esprit immer noch höhere Margen als im eigenen Retail erwirtschaftet, ist dagegen um gleich 14 % eingebrochen. Und während im Retail bereits wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen ist (+ 0,4 % im Quartal Oktober bis Dezember), hält der Rückgang im Wholesale-Geschäft unvermindert an: »In den Auftragsbüchern wird für den Zeitraum Januar bis April 2010 ein Rückgang von ca. 15 % in Landeswährung im Vorjahresvergleich verzeichnet«, so CFO Chew Fook Aun in einer Aussendung.