Heimische Bekleidungsindustrie schlägt sich wacker
26.02.2010

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 waren die Umsätze der österreichischen Bekleidungsindustrie um knapp 8 % rückläufig, die Aufträge sanken um ca. 11 %. Der Beschäftigtenstand reduzierte sich um 5,4 %. Im Vergleich mit anderen Industriezweigen wurde das Krisenjahr damit relativ gut bewältigt.

Die Industrieumsätze insgesamt gingen im gleichen Zeitraum um 20 % zurück, die Auftragseingänge um 27,4 %. Der Beschäftigtenstand der gesamten Industrie sank um 5,7 %.
»2009 waren sogar erstmals die sonst stets steigenden Einfuhren um ca. 8 % rückläufig«, so Fachverbands-Geschäftsführer Dr. Franz J. Pitnik. Betroffen davon waren sowohl EU-Staaten (Deutschland - 3,1 %, Italien - 10,5 %) als auch Billiglohnländer (China - 4,4 %, Türkei - 6,8 %, Bangladesch - 7 %). Ebenfalls entgegen dem langjährigen Trend rückläufig waren auch die Bekleidungsexporte aus Österreich, und zwar um 17 %. »Die Bekleidungsindustrie ist aber trotzdem intensiv bemüht, ihre Marktstellung im Ausland zu behaupten«, meint Branchensprecher Sima. So findet auf Initiative des Fachverbandes bei der Frühjahrs-CPM in Moskau zum 11. Mal eine Gruppenbeteiligung statt, u. a. werden die Marken Airfield, Giesswein, Schneiders und Sportalm in Moskau ausstellen, »um bei einem Wiedererstarken der russischen Wirtschaft als verlässliche Lieferanten optimal partizipieren zu können«, so Wolfgang Sima, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie.
Im Übrigen betreffe die globale Wirtschaftskrise auch die Produktionspartner der österreichischen Bekleidungsindustrie, u. a. in den »neuen« EU-Mitgliedstaaten. Dies habe aber positive Nebeneffekte. So habe sich die bis vor kurzem sehr angespannte Arbeitsmarktlage z. B. in Rumänien und Bulgarien gebessert. Auch die Zeit hoher Lohnsteigerungen in diesen Ländern sei bis auf weiteres vorbei.