Maselli strickt künftig in Rumänien
14.12.2009

Die Vorarlberger Strickerei Maselli GmbH, die aus dem Traditionsbetrieb Philipp Mäser hervorgegangen ist, schließt per Februar 2010 die eigene Fertigung und lässt ihre Strickware künftig in Rumänien in Lohnfertigung erzeugen. Maselli war nach eigenen Angaben der letzte Stricker, der zu 100 % im deutschsprachigen Raum produzierte.

Mit der Verlagerung gehen 41 Arbeitsplätze in Breitenfeld (Bezirk Feldbach/Steiermark) sowie 19 am Firmensitz in Dornbirn verloren. In Dornbirn werden in nächster Zukunft noch 21 Arbeitnehmer in den Bereichen Geschäftsführung, Buchhaltung, Musterung, Vertrieb und Versand verbleiben.
»Trotz unserer guten Auftragslage können wir nicht kostendeckend produzieren«, begründet der geschäftsführende Gesellschafter Christian Ulmer die Entscheidung. »Die Kosten für Arbeit am Standort Österreich sind in unserer Branche nicht mehr finanzierbar.« Über aktuelle Geschäftszahlen will sich Ulmer nicht äußern, die Produktion habe sich zuletzt auf 120.000 Pullover und 15.000 Polo-Shirts belaufen.