Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter im Handel steigen ab 1. Jänner 2010 um 1,5 %, mindestens jedoch um 22 Euro pro Monat.
Nach Angaben der Gewerkschaft steigen die Gehälter aufgrund des Sockelbetrages in den unteren Einkommensgruppen um bis zu 1,8 % und durchschnittlich 1,6 %. Lehrlinge bekommen eine Erhöhung um bis zu 2,2 %. Mit diesem Abschluss haben die Handelsangestellten erstmals eine Lohnerhöhung erzielt, die über jener der Metaller liegt. Fritz Aichinger, Chefverhandler auf Arbeitgeberseite, nannte das Ergebnis angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage »gerade noch vertretbar«, wortgleich äußert sich Manfred Wolf von der Gewerkschaftsseite. Kritik kommt jedoch vom Handelsverband: Die Talsohle im Gefolge der globalen Wirtschaftskrise sei für den Einzelhandel noch lange nicht durchschritten, Weitsicht sehe anders aus.
Die Regelung gilt für mehr als 520.000 Angestellte im Handel und verwandten Berufen.