Licona ist Geschichte
14.10.2009
Licona Praterstraße; (C) BWM

Der angestrebte Zwangsausgleich für den Bekleidungshersteller Licona ist gescheitert. »Der Betrieb wird geschlossen, das gesamte Warenlager und die Maschinen werden verkauft«, sagt Masseverwalter Norbert Abel zur Textil Zeitung.

Der Herrenausstatter hatte erst im Vorjahr einen Zwangsausgleich erfüllt, war aber im Mai dieses Jahres abermals insolvent geworden. Gespießt hat sich alles an den ehemals betriebsnotwendigen Immobilien, die durch die Strukturveränderungen zu groß geworden waren. Laut Darstellung des Großgläubigers Realinvest hatte Licona-Geschäftsführer Harald Rosegg den Wiener Standort Autokaderstraße 33 vor Jahren um 8 Mio. € an Realinvest verkauft, allerdings mit der Zusage, die Lagerhallen zumindest bis August 2012 zurückzumieten. Nun sitzt das Immobilienunternehmen auf offenen Forderungen in der Höhe von 1,7 Mio. €.
Betroffen vom Konkurs ist die Licona Fashion GmbH sowie die Licona Fashion GmbH. & Co KG. Die Marke selbst gehört einer anderen Gesellschaft im Umfeld von Harald Rosegg. Dieser war für die Textil Zeitung nicht zu erreichen.