Die größte slowenische Bekleidungsfirma Mura hat am 1. Oktober gemeinsam mit drei Tochterfirmen beim zuständigen Gericht einen Konkursantrag gestellt. Mit dem Konkurs des Textilriesen werden 2.630 Beschäftigte arbeitslos. Für rund 650 Beschäftigte in fünf weiteren Tochterfirmen geht die Arbeit vorerst weiter.
Wenige Tage zuvor war mit Bojan Starman ein neuer Geschäftsführer eingesetzt worden, der nun auf den verbliebenen Mura-Tochterunternehmen ein gesundes Unternehmen aufbauen will. Ob diese Pläne aufgehen, hängt jedoch von der Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Großkunden Hugo Boss ab. Boss hatte zuletzt zwar wichtige Aufträge von der angeschlagenen Unternehmensgruppe abgezogen, erklärte aber nach dem Konkurs, prinzipiell an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert zu sein.