Unbeeindruckt von der Krise zeigt sich der deutsche DOB-Hersteller Gerry Weber. Die Konzernumsätze haben sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 (November 2008 bis Juli 2009) um 6,1 % auf 411,9 Mio. € verbessert. Die Renditekennzahlen steigerten sich überproportional: Das operative Ergebnis EBIT legte um 16 % auf 39,7 Mio. € zu, der Periodenüberschuss lag mit 25,2 Mio. € um 22 % über dem Vorjahreswert.
Wenig überraschend gingen die größten Wachstumsimpulse vom eigenen Retail-Geschäft aus: Die 128 in Eigenregie geführten Houses of Gerry Weber (12 davon in Österreich), die Outlets und der Internet-Shop wuchsen gemeinsam um 26 % und stehen bereits für einen Umsatz von 101,9 Mio. €. Doch auch die Wholesale-Erlöse nahmen leicht um 1,3 % auf 305,6 Mio. € zu. Für das Gesamtjahr erwartet Weber einen Konzernumsatz von 600 Mio. € sowie eine EBIT-Marge von 12 %.
»Wir haben unser Augenmerk frühzeitig auf die Kostenentwicklung gelegt und sind deshalb bei den Handelsspannen im DOB-Bereich die absolute Nummer Eins«, erklärt Firmenchef Gerhard Weber selbstbewusst. Auch die Auftragseingänge für die ersten beiden F/S-Kollektionen 2010 liegen um 4,3 % über dem Vorjahresniveau.
Die Expansion mit eigenen Stores wird fortgesetzt: »Dass die Ladenmieten gegenwärtig sinken, ermöglicht uns, sogar noch schneller zu wachsen und gleichzeitig unsere Rendite zu steigern«, so Weber. Für diesen Monat ist noch die Eröffnung des ersten eigenständigen Stores der Anschlussgrößen-Marke Samoon geplant. Auch das auf die Modern-Woman-Kundin zielende Label Taifun soll mit eigenen Stores expandieren.
Auch das Wholesale-Geschäft soll weiter forciert werden: Im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sollen noch rund 100 zusätzliche Shop-in-Shops eröffnet werden. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre will das Unternehmen mit zwei Drittel seiner Kunden auf Basis von Vertrauenslimits zusammenarbeiten.