Klagenfurt bleibt bei Nein zu Kastner & Öhler

Kastner & Öhler hat seine Pläne für ein Modehaus am Rande der Klagenfurter Innenstadt umgearbeitet. Die ÖVP bleibt aber bei ihrem kategorischen Nein.

Mitte 2015 hat Kastner & Öhler (K&Ö) erstmals seine Pläne öffentlich gemacht, in Klagenfurt ein Modehaus errichten zu wollen. Während Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) den Plänen von Kastner & Öhler von Anfang an eher wohlwollend gegenüber stand, blockte die lokale Wirtschaft, die Wirtschaftskammer und mit ihr die ÖVP als Koalitionspartner in der Stadtregierung ab. Streitpunkt ist in erster Linie der geplante Standort des »Fashion Department Stores«, wie K&Ö sein Vorhaben nennt, gleich neben dem Einkaufszentrum City Arkaden. Mit einem weiteren Anziehungspunkt am nördlichen Ende der Innenstadt würde sich die tatsächliche City rund um den Alten Platz künftig noch schwerer tun, lautet das Argument. Gleichzeitig wurde versucht, Kastner & Öhler andere Standorte in der Klagenfurter Innenstadt schmackhaft zu machen, etwa den Heiligengeistplatz, wo nun Investor Franz Peter Orasch sein Kaufhaus »The Holly« (siehe ÖTZ 03/17) plant.

Doch Kastner & Öhler bleibt dabei: Entweder der Neubau mit 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche in der Waaggasse werde genehmigt, oder man nehme von der 15-Millionen-€-Investition in der Landeshauptstadt ganz Abstand.

Neue Variante

Jüngst hat das Grazer Familienunternehmen der Bürgermeisterin adaptierte Pläne mit einem optimierten Verkehrskonzept und neuen Ein- und Ausgängen vorgelegt, die die Anbindung an die Innenstadt verbessern sollen. Während Bürgermeisterin Mathiaschitz die neue Variante als »attraktiv« bezeichnet und nach einer »fairen Diskussion« ruft, bleibt die ÖVP bei ihrem Nein. VP-Stadtparteiobmann und Stadtrat Markus Geiger gegenüber der Kleinen Zeitung: »Mit der ÖVP wird es keinen Verbau dieses Standortes mit Handelsflächen geben«, denn diese würden »sämtliche Interessen der Stadt« konterkarieren.

Von: Manuel Friedl

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