Kaufhof will bei Löhnen sparen

Mit einem Beschäftigungssicherungstarif will der Warenhauskonzern die Kostenstruktur verbessern und die Transformation zu Omni-Channel-Retailer schaffen.

Im Jahr 2016 erwirtschaftete der Warenhauskonzern Galeria Kaufhof einen Verlust. Für heuer sind ähnliche Ergebnisse zu erwarten, wie Kaufhof-Chef Wolfgang Link gegenüber dem Handelsblatt kürzlich einräumte. Link, der die gesamten Europageschäfte des kanadischen Kaufhof-Eigentümers Hudson's Bay (HBC) verantwortet, will für die 21.500 Kaufhof-Mitarbeiter nun einen Beschäftigungssicherungstarif abschließen. Wie hoch der Lohn- und Gehaltsverzicht der Beschäftigten ausfallen soll, ist nicht bekannt. Die Einsparungen sollen dem Unternehmen bei seiner Transformation von einem traditionellen Warenhaus in einen modernen Omni-Channel-Retailer etwas mehr Zeit verschaffen. Galeria Kaufhof verfügt derzeit über 97 Kaufhäuser in Deutschland und 16 Galeria Inno Filialen in Belgien.

Gerüchte um Übernahme durch Signa Prime

Aufgrund der angespannten Geschäftlichen Lage reißen die Gerüchte um einen Verkauf der Galeria Kaufhof nicht ab. Ein möglicher Käufer scheint sich auch auf eine Übernahme vorzubereiten: Rene Benkos Immobiliengesellschaft Signa Prime hat am 3. Oktober 2017 das Aktionärskapital um eine Milliarde Euro erhöht. Das gesamte Eigenkapital von Signa Prime beträgt damit über vier Milliarden Euro. Benko ist seit 2015 Eigentümer der Karstadt Warenhäuser. Als im gleichen Jahr die Metro Group Galeria Kaufhof veräußerte, zog Benko allerdings gegenüber dem aktuellen Eigentümer den Kürzeren. Benko wollte die beiden Unternehmen zu einer Deutschen Warenhaus AG vereinen und somit eine alte Idee neu aufleben lassen.

Von: Rainer Seebacher

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