Hugo Boss: Neuausrichtung dauert noch

Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnete Hugo Boss ein Umsatzminus von 4 % auf 22,7 Mrd. EUR, das Konzernergebnis ging gar um 39 % auf 194 Mio. EUR zurück.

Wie angekündigt, war 2016 für Hugo Boss kein einfaches Jahr. »Wir haben aber schnell und konsequent auf das veränderte Umfeld reagiert«, berichtete Vorstandsvorsitzender Mark Langer auf der Bilanzpressekonferenz. »Die Neuausrichtung beginnt zu greifen, erste Erfolge werden sichtbar.« 2017 werde jedoch »ein Jahr der Stabilisierung« – sprich: sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis ist noch kein Aufwärtstrend zu erwarten.

Geschäftsjahr 2016

Im Geschäftsjahr 2016 sank der Umsatz um 4 % auf 22,7 Mrd. € (währungsbereinigt: -2 %). Vergleichsweise gut lief es in Europa, wo der Umsatz in lokalen Währungen sogar um 1 % stieg. Für Österreich werden keine eigenen Zahlen ausgewiesen. Die Umsätze im eigenen Einzelhandel lagen in lokalen Währungen zwar um 2 % über dem Vorjahreswert, flächenbereinigt bedeutet das jedoch einen Rückgang um 6 %. Auch im Onlinegeschäft sind die Verkäufe um 6 % gesunken. Im Wholesalegeschäft setzte es einen Absturz um 9 % - hauptsächlich aufgrund der Trennung von umsatzstarken Partnern in den USA. Einzig im Lizenzgeschäft war mit +12 % eine deutliche Aufwärtstendenz zu spüren (v. a. bei Parfüms). Ergebnisseitig sank das EBITDA vor Sondereffekten um 17 % auf 493 Mio. €. Das Konzernergebnis ging aufgrund von Einmalaufwendungen deutlich stärker um 39 % auf 194 Mio. € zurück.

In den Sonderaufwendungen inkludiert sind auch die Kosten für die angekündigten Schließungen von zwanzig unprofitablen Stores. Von diesen wurden fünf bereits umgesetzt, 15 folgen heuer. Bei zahlreichen weiteren Stores wurden durch Mietnachverhandlungen deutliche Kostenreduzierungen erreicht.

Nachdem das heurige Jahr noch im Zeichen des Umbaus steht (u. a. durch die Integration der Marken Boss Orange und Boss Green in die Kernmarke Boss), soll »2018 wieder ein Jahr des nachhaltigen profitablen Wachstums« werden, ist der Vorstandschef überzeugt.

Von: Manuel Friedl

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