Handelsflächen vor drastischem Rückgang?

Laut einer aktuellen Prognose von RegioPlan werden kurz- und mittelfristig rund 10 % der österreichischen Handelsflächen verschwinden.

»Langfristig können sogar bis zu 25 % der Handelsflächen betroffen sein«, glaubt RegioPlan-Geschäftsführerin Hania Bomba. Hauptgrund sei die massive Ausgabenverschiebung in Richtung Internet bei gleichzeitig stagnierenden Einzelhandelsumsätzen. Am stärksten leiden würden Nebenlagen, schwach positionierte Shopping Center sowie Fachmarktzentren. Von Frequenzrückgängen seien aber bereits heute »ausnahmslos alle Handelslagen« betroffen, selbst Top-Lagen, berichtet Bomba. Einen Ausweg für den Handel sieht sie in der Schaffung einer begehrlichen Marke, einer »Loving Brand«. Gleichzeitig müssten die Standorte kompromisslos und so schnell wie möglich an die neuen Anforderungen der Zielgruppe angepasst werden. Vertriebsseitig empfiehlt Bomba einen »Fokus auf mehr lokales Marketing, welches auf detailliertem Zielgruppenmarketingwissen basiert«.

Diesen und ähnlichen Themen widmet sich auch das Europäische Shopping Center Symposium, das RegioPlan am 27. April in Wien veranstaltet.

Von: Manuel Friedl

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