HAKA Preview für F/S 2018

Prints als Augenweide, Pants als Modetreiber, Athleisure-Impulse auf neuem Level: Der Dresscode zur Orderrunde HAKA F/S 2018 lautet sporty & smart.

Kennen Sie Marie Kondō? Die knapp über dreißigjährige Japanerin arbeitet als Ordnungsberaterin. Und sie ist Bestsellerautorin: Ihre drei Bücher wurden weltweit sieben Millionen Mal verkauft. »To kondo« ging sogar als Verb in die englische Sprache ein, es bedeutet sinngemäß »einen Schrank aufräumen«. Auf der Suche nach einem roten Faden für sein Kreativteam stieß Lasse Holger Mitterhusen auf diese Geschichte. Der Creative Director bei Baldessarini zeigt sich begeistert von der Idee der Entrümpelung: »Reduktion aufs Wesentliche: In einer Zeit des Überflusses, wo man in der Mode alles zu jedem Preis haben kann, sollte man nur das aktiv auswählen, was einen glücklich macht!«

Kunstvoll anders

Das Geschäft mit Männermode basiert auf (mindestens) zwei Säulen. Einerseits wird es von kaufmännischem Kalkül getragen. Andererseits spielt - deutlich mehr als bei manch anderer Handelsware - Emotion eine große Rolle. Sichtet man die ersten Shootings der HAKA F/S 2018, dann könnte ob der Kreativität der Modemacher schon ein Anflug von Begeisterung aufkommen: Die Allover-Prints bei Hemden zeigen sich so kunstvoll, dass sie auch in einer Galerie ein gutes Bild abgäben. Die Hosen sind Modetreiber schlechthin - von der Dads Pant mit hoher Leibhöhe bis zur Jogg-Cargo aus Scuba-Ware. Viele Sakkostoffausmusterungen strotzen nur so vor lauten Fensterkaros und bieten der Übermacht von Uninah ordentlich Paroli…

Sportiver Schick

Nicht alles davon wird ein Stückzahlbringer. Doch die Entwicklungen lassen den Kleiderkasteninhalt von Herrn Österreicher alt aussehen - was schlussendlich die Chance auf Animation zum Entrümpeln und Aufräumen samt Neukauf hebt. Die Sporteinflüsse auf die Men's Fashion halten an und breiten sich aus, wie die HAKA F/S 2018 zeigt - auch in Kollektionen traditioneller Labels, auch in Richtung Mainstream. Am Begriff Athleisure kommt jedenfalls niemand vorbei. Was aber keinesfalls einen Abgesang auf maskulinen Schick und sartoriale Bekleidungskultur bedeutet! Im Gegenteil: Insbesondere der Business-Mann zeigt sich im Frühjahr 2018 ungezwungen relaxed - jedoch dressed like a Gentleman. Der Code ist smart leger, aber nicht nachlässig casual. Rosinenpicken im Überangebot heißt da die Königsdisziplin für HAKA-Einkäufer.

Von: Christian Derflinger