DOB Preview für F/S 2018

Die neue DOB F/S 2018 wird von sportlichen Einflüssen dominiert und präsentiert sich dennoch feminin: Locker und lässig, gleichzeitig aber romantisch-verspielt und cool.

Active Pants

Ob man nun einen sportlichen Lifestyle pflegt oder nicht, der Athleisure Trend begleitet uns auch in der DOB F/S 2018 weiterhin und lässt nicht nur Sportfans gut aussehen. All jenen, die sich noch nicht für den Yoga-Kurs nach der Arbeit angemeldet haben, sei gesagt: Es ist nie zu spät, aktiv zu werden! Im besten Fall animiert uns der Trend ein wenig, auf unseren Körper zu achten. Dank komfortabler Materialien wie Jersey ist der Wohlfühlfaktor jedenfalls gesichert. Diese Art von Bequemlichkeit möchte die Kundin nicht mehr missen. Auch die zunehmende Lockerung des Dresscodes im Beruf haben dem sportlichen Trend Tür und Tor geöffnet. Anita Beckmann, Global Product Director bei S.Oliver Black Label sieht Athleisure weiterhin im Trend: »Ich denke nicht, dass der Trend so schnell wieder verschwindet. Die Joggpants kam bereits vor drei Jahren und hat sich bis heute durchgesetzt«, so Beckmann.

Tropical Vibes


Sei es die Lust auf das Exotische oder die Sehnsucht, sich ein bisschen Farbe in den Alltag zu holen – die neuen tropischen Prints verbreiten Urlaubsstimmung pur und peppen jedes Outfit auf. Wer für besonderes Aufsehen sorgen will, greift nicht nur zum Palmen-Print, sondern setzt mit Knallfarben als »Kombi-Partner-in-Crime« eins drauf. Neu ist hier der Einsatz von tropischen Prints in Kombination mit Tierprints wie bei Raffaello Rossi. Brigitte Schellenberger setzt als Head of Product Management im Februar auf »Tropical Fever«. Demnach stehen besonders grafische Drucke auf fließenden Qualitäten im Vordergrund: Blätter, Palmen, kleine Vögel nehmen eine besondere Position in der Kollektion ein. Im Fokus stehen Drucke auf fließenden Waren sowie Dschungel-Prints mit farbigem Gummibund, und grafischen Drucken auf technischen Waren.

Vichy


Karo-Muster haben bereits seit einigen Saisons Hochkonjunktur. Bis vor ein paar Jahren bildeten sie in Form von Holzfällerhemden einen wesentlichen Bestandteil des Grunge-Looks, der speziell durch den Nineties-Trend wieder Aufwind bekam. Jetzt wird der im Streetstyle viel zitierte Tartan vom Vichy-Karo abgelöst. Einst durch die Stil-Ikone Brigitte Bardot in den 50er Jahren verbreitet, erlebt das Vichy-Muster auch für die kommende Saison ein Comeback. Diese Tendenz wird bei Luisa Cerano aufgegriffen: Als Business-taugliches Etuikleid in klassischem Schwarz-weiß mit dazu passenden Schuhen mit Blockabsätzen überzeugt Vichy auch im Allover-Look. Das Vichy-Highlight bei Comma kommt im Outdoor-Bereich zum Einsatz. Als Kurz-Trench bewahrt der Mantel seine sportliche Lässigkeit und wird zum Statement Piece für ansonsten schlicht gehaltene Kombinationen. Doch Vichy funktioniert nicht nur in der braven, gerade geschnittenen Variante.

New Femininity

Mit der Weiblichkeit ist das so eine Sache. Die einen mögen's romantisch und verspielt, während die anderen das Understatement bevorzugen. Natürlich liegen noch etliche Nuancen und Geschmäcker dazwischen. Die gute Nachricht: alles ist möglich, denn im Sinne der »New Femininity« regiert der Individualismus und kommt damit jeder modebewussten Kundin zu Gute, die sich nicht so leicht festlegen will und sich so kleidet, wie sie sich fühlt. Vom mit Blumen bestickten Tüllrock bei S.Oliver Black Label, bis hin zur dekonstruierten Silhouette bei Philip Lim – die Weiblichkeit wird derzeit nicht nur gefeiert, sondern soll auch unterschiedlich interpretiert werden. Die romantische Kollektion von S.Oliver Black Label steht dabei im Kontrast zur coolen Eleganz von Windsor. Während bei Black Label die Chanel-Optik zitiert wird und auch Spitze und Lurex den romantischen Look unterstreichen, setzt Windsor auf elegante Zurückhaltung.

Mehr zum Thema finden Sie in der neuen ÖTZ 11/12.

Von: Felicitas Call