C&A blickt auf schrumpfenden Markt

Der Moderiese C&A hat sich in Österreich auf einen rückläufigen Markt eingestellt.

»In Österreichs stationärem Textilhandel sind die Umsätze seit fünf Jahren rückläufig. Der Markt wird sicher auch heuer wieder schrumpfen«, sagte Österreich-Geschäftsführer von C&A, Norbert Scheele, jüngst in einem Interview mit der Tageszeitung Kurier. Zum Teil würden die Umsätze auf Konten ausländischer Versandhändler fließen, zum Teil würden Menschen lieber auf Urlaub fahren oder ein neues Handy kaufen statt in Mode zu investieren.

Kaufkraft sinkt

Scheele spricht aber auch die schon seit Jahren schrumpfende Kaufkraft an: »Gegen Ende des Monats geht in unseren Filialen die Zahl der Kreditkarenzahlungen nach oben, das zeigt: Den Leuten geht das Geld aus.« Die steigenden Nettoeinkommen durch die Steuerreform würden durch gestiegene Wohnkosten wieder aufgefressen: »Die Menschen brauchen das zusätzliche Geld am Konto, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.«

C&A hat in Österreich mit 130 Standorten zuletzt brutto 363 Mio. € umgesetzt. Die Expansion ist nahezu zum Erliegen gekommen. »Es geht primär um die Optimierung des Filialnetzes, also etwa kleinere gegen größere Standorte auszutauschen«, erklärt Scheele gegenüber dem Kurier. Mittelfristig werde es im Handel überhaupt weniger Verkaufsfläche geben. »Ich schätze zumindest 10 % weniger«, so Scheele.

Von: Manuel Friedl

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