Adler: Weniger Umsatz, weniger Verlust

Die Adler Modemärkte AG hat weiterhin mit deutlich rückläufigen Umsätzen zu kämpfen.

Im ersten Halbjahr sank der Gesamtumsatz zwar nur leicht um 1,2 % auf 254,0 Mio. €. Flächenbereinigt bedeutet das jedoch ein klares Minus von 2,9 %. Im 2. Quartal waren die Verkaufserlöse sogar um 4 % rückläufig. Da der Konzern mitten in der Restrukturierung steckt, ist die Gewinn- und Verlustrechnung sowohl von außerordentlichen Aufwendungen als auch von Sondererträgen geprägt. So wurden u. a. zwei Immobilien in Österreich (Klagenfurt und St. Pölten) verkauft, was sich mit + 7,5 Mio. € positiv auf das Ergebnis auswirkte. Andererseits gab es tiefe Einschnitte beim Personal: In den letzten Monaten wurden konzernweit 327 Stellen abgebaut – das sind 8 % der Mitarbeiter. Auch die Einkaufsvolumina wurden an den geringeren Umsatz angepasst, was die Kosten ebenfalls reduzierte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA verbesserte sich somit deutlich von + 0,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2016 auf nunmehr + 10,2 Mio. €. Das um die Sondereffekte bereinigte EBITDA beziffert Adler mit + 4,0 Mio. €. Das Ergebnis EBIT drehte von – 7,5 Mio. € im Vorjahreshalbjahr auf nunmehr + 1,9 Mio. €. Unterm Strich blieb allerdings ein Fehlbetrag nach Steuern von 0,8 Mio. € – auch das eine substanzielle Verbesserung gegenüber dem Verlust von 8,0 Mio. € aus der Vorjahresperiode.

Für das zweite Halbjahr rechnet Adler mit einem weiteren Umsatzrückgang. Und auch die Immobilienverkäufe sollen weitergehen: Unter anderem sind Adler-Immobilien in Vösendorf, Salzburg und Ansfelden auf dem Markt. Adler betreibt derzeit in Summe 184 großflächige Modemärkte, davon 22 in Österreich.

Von: Manuel Friedl

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