Läden 2015

Außergewöhnliches Store Design, kreative Konzepte und Mut zum Andersdenken – alles zu finden im neuen Buch »Läden 2015«.

Die Redaktion der deutschen Textilwirtschaft hat sich daran gemacht, die spannendsten und außergewöhnlichsten Eröffnungen und Neugestaltungen aus dem Modehandel zusammenzutragen und in ein Buch mit vielen, schönen Bildern zu packen. Resultat dieses Projektes ist das Werk »Läden 2015«, erschienen im Deutschen Fachverlag für 98,00 Euro (Österreich: 100,80 Euro).

Von Detailverliebtheit bis Purismus

Auf 156 Seiten finden sich die unterschiedlichsten Store-Konzepte von unterschiedlichen Marken und aus aller Herren Länder (insgesamt 52 Läden). Da wäre zum Beispiel Talbot Runhof in München, die mit viel Flieder und Rosatönen Mädchenträume wahr werden lassen, oder aber die Acne Studios in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, wo eine kühle Atmosphäre und viel Beton das Bild bestimmen. Ob gemütlich und mit viel Liebe zum Detail oder doch clean, reduziert und ohne viel Tamtam – die Stores im Buch Läden 2015 wissen zu überzeugen.

Erfolgsstory Aesop

Mit von der Partie ist auch ein vier Seiten langes Interview mit Thomas Buisson, General Manager Europe für die australische Kosmetikmarke Aesop: Er plädiert klar für künstlerische Freiheit anstatt einheitlicher Corporate Identity, mag das Konzept, jeden Store anders zu designen auch noch so unökonomisch sein. Für ihn zählen die Individualität und der Lokalkolorit, der im Laden definitiv nicht zu kurz kommen sollte. Die Kunden lieben genau das und finden es immer wieder spannend, genau diese Andersartigkeit in den Aesop Shops entdecken zu können.

Rot-Weiß-Rot

Zwei Stores, die es in das Buch Läden 2015 geschafft haben, stammen aus Österreich: Die neue Filiale von Kastner & Öhler in Ried im Innkreis überzeugt durch rechteckige Formen, die sich durch das gesamte Design-Konzept ziehen: Raum-in-Raum-Konstruktionen machen die Verkaufsflächen zur Erlebniswelt, wie der Kinderbereich, der an ein Holzhaus erinnern soll, oder aber das mädchenhafte Traumland, mit Bildern von Blumen, Vögeln und anderen Tieren.

Der zweite österreichische Vertreter stammt aus Wien: Der Steffl Department Store und seine komplett neu gestaltete Lingerie-Fläche erinnern an Jugendstil, Boudoir, Mozart und vermittelt exklusives Ambiente. Samt, Messing, dunkles Holz und Jugendstilelemente vereinen Altes und Modernes raffiniert zu einem luxuriösen Wäsche-Atelier, das mit einer Größe von 600 Quadratmetern in Österreich seinesgleichen sucht.


Von: Christiane Marie Jördens

Kommentar

In unserer Kategorie Kommentar schreiben die Redakteure der Österreichischen Textil Zeitung darüber, was sie in der vergangenen Woche bewegt hat. Die Welt der Modeindustrie und des Modehandels, ihre Tücken, Herausforderungen und Kuriositäten - ganz persönlich im Kommentar auf den Punkt gebracht.

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