Bogner bekommt offenen Brief ins Haus

Das Modeunternehmen Bogner hat nun einen offenen Brief des Deutschen Tierschutzbüros bekommen, das die Marke darin zur Verbannung von Pelz ermahnt.

Anlass für den offenen Brief an Bogner war die Nachricht aus dem Hause Armani, dass dort Echtpelz ab sofort nicht mehr zum Einsatz kommen soll. Nun appelliert das Deutsche Tierschutzbüro erneut an Bogner, diesem Beispiel ebenfalls zu folgen.

Kampagne gegen Bogner

Die Tierschutzorganisation hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine Anti-Pelz-Kampagne gegen Bogner gestartet: Mit regelmäßigen Aktionen vor diversen Bogner Stores machte man auf die Tierquälerei durch Pelzverwendung aufmerksam. Damit ist das Deutsche Tierschutzbüro allerdings nicht allein. Schon die Tierschutzprganisation Vier Pfoten hatte in der Vergangenheit bereits Anti-Pelz-Aktionen gegen Bogner initiiert (siehe Bild).  

»Unsere Kampagne »Bogner tötet« werden wir solange fortführen, bis auch Bogner endlich Echtpelz aus dem Sortiment nimmt« so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros, überzeugt. Es seien bereits weitere Aktionen geplant, wie Peifer sagt. 

Bogner verwendet für seine Kollektionen Echtpelz aus China, wo Tierschutzrichtlinien keine große Beachtung geschenkt wird.

In Deutschland haben sich offiziell bereits etwa 130 Modemarken und Geschäfte gegen die Verwendung von Echtpelz ausgesprochen und sich dem »Fur Free Retailer«-Programm angeschlossen, darunter Gerry Weber, H&M, Jack Wolfskin, KaDeWe, Marc O'Polo, Peek & Cloppenburg, s.Oliver und Zara.


Von: Christiane Marie Jördens

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