Brandgarden: Digitaler Sonnenplatz

Ab Juni sollen heimische Händler im Brandgarden ein digitales Plätzchen an der Sonne finden – Expertenwissen inklusive.

Ohne digitalen Auftritt geht es heute nicht mehr – so viel ist sicher. Bloß: Das Wissen um diese Notwendigkeit alleine macht noch keinen Onlinespezialisten. Ganz abgesehen davon, dass ein ordentlicher Auftritt im Internet nicht nur Know-how, sondern – zumindest in der Aufbauphase – auch ein gewisses Maß an Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Zumal der digitale Auftritt ja schon lange nicht mehr nur die eigene Homepage umfasst, sondern einerseits auch die Präsenz auf verschiedenen Social Media-Kanälen wie Facebook oder Instagram sowie andererseits einen weiteren Vertriebskanal in Form eines Online-Shops. Nachdem aber auch der Tag eines Modehändlers nur 24 Stunden hat, sollte man Prioritäten setzen – und vielleicht auch Aufgaben abgeben. In einem gelungenen Facebook- oder Instagram-Auftritt steckt im Idealfall viel Persönlichkeit, dienen diese Seiten doch in erster Linie dazu, Kunden zu Fans und Followern zu machen. Im Hintergrund eines Onlineshops bzw. bei der Online-Präsentation des stationären Sortiments dagegen ermöglicht ein gut durchdachtes System die einfache Handhabung für die Kunden im Vordergrund. Dafür ist in den meisten Fällen mehr Know-how notwendig, als bei einem Social-Media-Kanal. Damit ist dieser Bereich prädestiniert, um sich Hilfe von außen zu holen. Ein ganz neuer Dienstleister in diesem Segment ist Brandgarden.at, ein Marketplace, der im Juni online gehen soll. Dahinter steckt die gar nicht so neue Huemer Data Center Ges.m.b.H. Das heimische IT-Unternehmen mit Sitz in Wien ist spezialisiert auf Dienstleistungen für die IT-Organisation, Datacenter-Leistungen wie Hosting, Outsourcing, Housing und Internet-Providing sowie Managed oder auch Cloud Services.

Ein Garten voller Marken

Die Huemer Data Center Ges.m.b.H hatte immer wieder auch mit Kunden aus dem Mode- oder Sportbereich zu tun. Mit der neuen Idee Brandgarden.at will man nun konkret den österreichischen Modehandel ansprechen. In erster Linie richtet man sich dabei an KMUs mit Multilabel-Angebot.

»Wir wollen die österreichischen Modetreibenden bei der Digitalisierung unterstützen«, erklärt CEO Wolfgang Mader.

Am Anfang der Überlegungen stand ein klassischer Online-Marketplace – mit einer Besonderheit: Denn Mader geht es in erster Linie darum, die Kunden mithilfe des digitalen Auftritts zurück in den stationären Handel zu bringen. Dem Handel stehen zurzeit drei verschiedene Angebotsstufen zur Wahl. Die einfachste Version ist ein schlichter Online-Katalog, in dem sich die Kunden bereits vor dem stationären Kauf über das Angebot informieren können. Die zweite Stufe ist die Online-Reservierung des gewünschten Modells im Laden und die dritte ein klassischer Onlineshop. Damit man das Angebot immer attraktiv halten kann, wird es einen verpflichtenden Sale-Anteil geben. Um aber dem Grundgedanken der Befeuerung des stationären Handels gerecht zu werden, ist der Store Pick-up, also das Abholen im Store nach vorhergehender Reservierung, der essentiellste Bestandteil des Brandgarden-Angebots. Einen wirklich großen Vorteil bietet das Know-how von Huemer Data Center bei der Anknüpfung des Onlineshops an ein Warenwirtschaftssystem, denn hier kann sich das österreichische Unternehmen auf die unterschiedlichsten Systeme einstellen. Auch die Daten der Stammkunden, an die sich das Angebot in erster Linie richtet, lassen sich ganz simpel – etwa via Excel-Tabelle – mit Brandgarden verknüpfen. Zudem arbeitet Huemer Data Center an einem Fotoservice für das Online-Angebot und plant gerade den Aufbau eines eigenen Lagers, das die Verfügbarkeitsabfrage und die Steuerung des Versands zusätzlich erleichtern würde.

Ein Startpaket für interessierte Händler gibt es bereits um 100 € im Monat, der Startschuss für die österreichische Plattform Brandgarden.at fällt im Juni.

Von: Birgit Nemec